SIR in Concert und das Zimmer 16 tobte

Veröffentlicht auf von Hans Peter Sperber

Berlin, 1.  Juli 2017

Im Zimmer 16 in Berlin-Pankow ging es wieder sehr musikalisch zu. Dieses Mal war die deutsche Sprache angesagt. Denn die Berliner Sängerin SIR und ihre Band spielten für das Publikum auf. Es war das letzte Konzert vor einer kleinen Sommerpause von SIR.

Die Berliner Sängerin SIR präsentierte ihr Programm „statt Hollywood schaukeln“, das gleichzeitig der Name ihrer aktuellen Album-CD ist. SIR heißt Saskia I. Rutner und ist auch Schauspielerin. Wobei SIR live noch einige sehr interessante Coverversionen zu Gehör brachte. Dabei wurde sie von erstklassigen Musikern begleitet. Das war Karl Neukauf an der Bass-Gitarre. Er sorgte virtuos für einen guten Bass-Sound. Jens Fredrich spielte brillant das Saxophon und sorgte oft für einen swingenden Klang. Die Amerikanerin Elizabeth King spielte virtuos die Tasten vom Piano. Anstatt  einem Schlagzeug schlug Ilka Posin das Cajon. Es ist ein Holzschlaginstrument, wo die Spielerin auf dem Gerät sitzt und mit ihren Händen den Takt trommelt. Ilka ist hier eine Meisterin. Wobei Ilka Posin eine genauso gute Sängerin ist.

SIR startete mit einem englischen Song, ansonsten wurde nur Deutsch gesungen. Da gab es eine Hymne über das alte Reformhaus im gleichnamigen Song. Auch wunderschöne Balladen über die Liebe, wie “Bevor die letzten Züge, den Karl Neukauf schrieb. Oder das Hildegard-Knef-Cover „Ohne Dich“. Diesen Chanson schrieb Saskia aber zu „Ohne mich“ um. Daraus wurde so ein freches Lied, wo sie sich als mega selbstbewusste Frau beschreibt. „Supersuspekt“ handelte von einer Frau, die angebaggert wird, aber ihr ist der Kerl mit seiner Art supersuspekt. Zu den Covers der sympathischen Sängerin gehörte eine berlinerische Version des Welthits „Something stupid“ von Frank und Nancy Sinatra, den später auch Robbie Williams sang. SIR schrieb den Berliner Text und dann hieß es: „So wat Blödes“. Auch ihre Interpretation des Hits von Sir Mick Jagger „Some Girls“ mit dem von ihr verfassten deutschen Text „Manche Typen“ war ein Ohrenschmaus. Es ging um die Männer und ihre positiven und negativen Eigenschaften. Der Text war deftig und nicht gerade jugendfrei.  Probleme  mit bezahlbaren Mieten und Gentrifizierung gab es schon in den Sechzigern. Denn daraus stammt das Lied „Im sechsten Stock“. Dieses Lied sang Alexandra vor fast 50 Jahren und jetzt SIR Saskia.

Die „Sinuskurve“ handelte von ihrem nicht ganz einfachen Verhältnis zur Mathematik und von den Auf und Abs in ihrem Leben. Dazu passte voll „Ich bin abgewrackt“, wo sie von ihrem Zustand nach einer durchzechten Nach erzählt. Dass Sir Berlinerin  ist und ihre Stadt liebt ist in der Hymne “Frühling in Berlin“ deutlich zu hören. Über eine vergangene Sehnsucht der Liebe erzählt das Lied „Trockeneis“. Richtig  literarisch wurde es bei „Federwolken“. Denn dieses Lied ist ein vertontes  Gedicht von Erich Kästner.

Die Lieder der aparten Sängerin erinnern manchmal an Marlene Dietrich oder Hildegard Knef. Wenn sie aber Berlinerisch singt, dann fällt dem Autor sofort Claire Walldorf ein. Es war ein sehr gelungener Konzertabend mit der schönsten SIR der Musik in der Musikkneipe Zimmer 16.

 

Autor und Fotoquelle: Hans Peter Sperber von Sperbys Musikplantage

 

Mehr Infos über SIR Saskia Rutner gibt es bei:  www.sound-of-Sir.com 

im letzten Bild (von links nach rechts) Ilka Posin, H.P. Sperber, Saskia I. Rutner, Liz King
im letzten Bild (von links nach rechts) Ilka Posin, H.P. Sperber, Saskia I. Rutner, Liz King
im letzten Bild (von links nach rechts) Ilka Posin, H.P. Sperber, Saskia I. Rutner, Liz King
im letzten Bild (von links nach rechts) Ilka Posin, H.P. Sperber, Saskia I. Rutner, Liz King

im letzten Bild (von links nach rechts) Ilka Posin, H.P. Sperber, Saskia I. Rutner, Liz King

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